Es geht auch einfach: Die Kontaktaufnahme

Wie gestaltet man eine vielversprechende erste Mail? Was gibt es beim ersten Telefonat zu beachten? Wann ist überhaupt das Eine, wann das Andere angemessen? Wir verraten Ihnen, wie Sie bei der Kontaktaufnahme Fallstricke umschiffen und Ihnen ein positiver Auftakt gelingt.

Schreiben oder telefonieren?

Das Beste vorab: Ob Sie beim Mailen bleiben oder den Hörer schwingen – bei beiden Arten des „Beschnupperns“ sind Äußerlichkeiten nebensächlich. Und das ist auch gut so, verrät Parship-Coach Markus Ernst über den Vorteil der eingeschränkten Sinneskontakte: „Im Internet steht das Schreiben am Anfang. Dabei geht es schnell um Wesentliches für eine solide Beziehung: Welche Werte teilen wir? Was erwarte ich vom Leben? Was wünsche ich mir in einer guten Partnerschaft?Eventuell ,blind machende‘ Oberflächlichkeiten bleiben außen vor.“ Auch beim Telefonieren vernebeln keine äußerlichen Eindrücke die Wahrnehmung. Wir können viel besser filtern,

Mails – Chance für Schüchterne

Ihnen fällt eine schlagfertige Antwort grundsätzlich zwei Stunden zu spät ein? Sie „fremdeln“ Unbekannten gegenüber erstmal, sind eher zurückhaltend bis schüchtern? Dann bekommen Sie schriftlich Ihre große Chance. Im Mailkontakt können Sie in Ihrer Taktung ihr Wesen zeigen – und haben zugleich die Möglichkeit, an sich selbst ganz neue Seiten zu entdecken. So manches stille Wasser entpuppt sich bei genauerem Hinlesen als echter „Held“ in der Aufführung des Lebens.

Telefon – der unkomplizierte Draht

Ein Telefonat mit einem (ziemlich) Unbekannten ist aufregend – und auch ein kleines Wagnis. Niemand kann abschätzen, was sich – eben aus dem direkten Gespräch heraus – entwickelt. Der Partner mit den witzigen Mails kann sich als Langweiler entpuppen. Magere Mailkontakte können sich zu einem wunderbaren Gespräch mausern. Darum: Trauen Sie sich nach ein paar Wochen Mailverkehrs ruhig, den Hörer zu schwingen! Ein Telefonat ist ein bewährter Filter. Vielleicht entfaltet jemand, der per Mail wortkarg war, am „heißen Draht“ erst seinen wahren Charme. Telefonieren bringt schlichtweg eine neue „Qualität“ ins Spiel. Es stellt der wichtige Schritt von der virtuellen Welt ins „echte“ Leben. „Im Gegensatz zum Geschriebenen kann man direkt auf Äußerungen reagieren. Gesagtes kann unmittelbar hinterfragt oder erklärt werden – bevor sich verzerrte Bilder festsetzen – oder sich Missverständnisse ergeben“, so Psychologe und Psychotherapeut Markus Ernst.

Der „goldene“ dritte Weg

Allerdings telefoniert nicht jeder gern – und dann auch noch mit einem Menschen, den man ja noch nie gesehen hat… Entsprechend holprig können Gespräche geraten. Darum: Nie vorschnell aus dem Verlauf des Telefonats und dem Klang der Stimme endgültige Konsequenzen ziehen. Das verbaut Chancen, erklärt Markus Ernst, der als Parship-Coach sehr viel Telefonerfahrung besitzt: „Die Stimme wirkt ganz anders, wenn ich dem Menschen direkt gegenübersitze.“ Wenn sonst alles stimmt, verdient die Liebe in jedem Fall eine Chance. Schließlich gehören zum „Gesamtkunstwerk Mensch“ neben der Stimme und der Schreibe noch viele weitere Komponenten: „Nicht umsonst sagen wir beispielsweise über Menschen, die wir nicht mögen, „Den kann ich nicht riechen‘.“

Du oder Sie: Der richtige Ton fürs erste Ma(i)l

Soll ich jemanden, den ich noch nicht kenne, einfach duzen? Wirkt es unlocker, wenn ich erstmal mit dem „Sie“ starte? Die Anrede beim Erstkontakt ist ein heikles Thema. Wir haben dazu unsere Mitglieder befragt – und verraten Ihnen hier die Studienergebnisse…

Ach, wären wir doch alle Schweden! Es gäbe keine Grübeleien – das „Du“ wär schlicht die einzige Option. Hierzulande ist es leider vertrackter. Grundsätzlich gilt, dass Duzen online leichter fällt. Aber trifft es auch in den ersten Mails bei der Partnersuche den richtigen Ton? Wir haben zu Ihrer Orientierung nachgefragt – Ergebnis: Die Mehrheit unserer Mitglieder sagt „Ja“! 67 Prozent der weiblichen und 57 Prozent der männlichen Parship-Mitglieder duzen bei einer Kontaktaufnahme sofort.

Manche mögen´s distanziert

Dennoch gibt es nun mal auch Menschen, denen der lässige Online-Tonfall gegen den Strich geht – mag Facebook seine User noch so hartnäckig bis in die AGB duzen… Nach unseren Umfragen sprechen sich 15 Prozent der Frauen und knappe 13 Prozent der Männer klar für das Siezen aus; Ihnen ist alles andere speziell zu Beginn eines Kontakts zu vertraulich. Sie gehen es auch lieber langsamer an? Reden Sie darüber, statt sich wegen einer lockeren Anrede einzuigeln. Ein lässiger Ton macht noch keinen Bruder Leichtfuß. Umgekehrt genauso fehl am Platz: jemanden als verstaubt abzuqualifizieren, weil Er oder Sie lieber mit dem „Sie“ einsteigt.

Im Zweifel lieber Vorfühlen

Wie man sich angesprochen werden möchte (oder jemanden ansprechen mag) ist stark personenabhängig. Kein Wunder, dass viele in der „Du“ – Frage unentschieden sind, nämlich knapp 18 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer. Ihre Lösung: Die „Du-Sie-Frage“ direkt ansprechen (22 Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen). Oder jede direkte Anrede umschiffen – und den anderen den Ton vorgeben lassen (9 Prozent der Männer, knapp 5 Prozent der Frauen). Unser Tipp: Es lohnt sich, das Profil des Menschen, der Sie interessiert, zu studieren – und vorzufühlen. Schlägt Er/Sie einen lockeren Ton an? Liest sich alles eher förmlich? In letzterem Fall starten Sie mit dem „Sie“. Zum „Du“ lässt sich ja immer noch gemeinsam switchen.

Elegante Lösung: Das „Hamburger Sie“

Sie können sich zwischen „Du“ und „Sie“ partout nicht entschieden? Dann bleibt Ihnen immer noch ein höchst stilvoller Mittelweg: Das „Hamburger Sie“: Die Kombination aus der Anrede mit dem entsprechenden Vornamen plus einem „Sie“. Auf keinen Fall zu verwechseln übrigens mit einer anderen Mischform: dem sogenannten „Kassiererinnen-Du“. Beispiel? – „Frau Neumann, dein Profil hat mich auf Anhieb fasziniert…“ – nur geeignet für extrem schmerzfreie Kandidaten. Lassen Sie es bitte nicht drauf ankommen…

So kommt die erste Mail gut an

Sie haben jemanden gefunden, der Sie sehr interessiert? Dann machen Sie ruhig den ersten Schritt! Wer ein paar Grundregeln beherzigt, kann sich sicher sein, dass seine Botschaft auch gut ankommt. Wir verraten Ihnen, wie Sie per Mail vielversprechend starten…

Werden Sie persönlich

Laut unserer Umfrage unter 800 Parship-Usern sollten erste Mails vor allem erkennen lassen, dass der Absender sich wirklich für den anderen als Person interessiert. Für 43 Prozent ist dies weitaus wichtiger als Länge oder Originalität einer Mail. Das „Ich über mich“-Profil liefert Ihnen eine Fülle von Anhaltspunkten. Nutzen Sie diese Informationen – und beziehen Sie sich auf Details, die Sie spannend finden. Stellen Sie ruhig Fragen – und betonen Sie, wenn es gemeinsame Interessen oder Vorlieben gibt!

Bekennen Sie Farbe

Natürlich sollte Ihre erste Mail auch etwas über Sie verraten. Die Herausforderung: den oder die Auserwählte/n neugierig auf sich zu machen. Vermeiden Sie, Macken und Defizite in den Vordergrund zu stellen – oder sich großspurig anzupreisen. Von Ihnen bereits vorgefertigte Erstkontakt-Texte sind nur dann in Ordnung, wenn man es ihnen nicht anliest – d.h. wenn Sie das Schreiben wirklich persönlich abwandeln. Eine Idee dafür sind beispielsweise weitere selbstformulierte Fragen und Antworten im Stil von „Ich über mich“.

Stellen Sie Fragen

Sparsamer sollten Sie mit tagebuchähnlichen Aufzeichnungen umgehen, etwa: „…gerade fertig mit dem Hausputz, mmmh… jetzt werde ich gerade hungrig, ich koch mir mal eben was zu Leckeres, obwohl… eigentlich möchte ich gern abnehmen…“. Es geht um den gemeinsamen Dialog, nicht um einsame Monologe! Also: Stellen Sie konkrete, aber unverfängliche Fragen, die nach echtem Interesse, nicht nach Verhör klingen…

Tasten Sie sich auf Samtpfoten vor

Um sich aufeinander einzugrooven, bedarf es Fingerspitzengefühl. Am Beginn zählt nur das geschriebene Wort, Sie beide können weder Mimik noch Gestik zur Interpretation heranziehen. Darum: Gehen Sie behutsam vor! Fassen Sie sich anfangs ruhig eher kurz. Seien Sie geduldig – warten Sie auf eine Antwort, statt gleich nachzusetzen. Gefällt Ihnen eine Formulierung im Profil oder der ersten Antwortmail besonders, betonen Sie das. Ihnen werden Fragen gestellt? Gehen Sie darauf ein. Erscheint Ihnen eine Frage verfrüht, dann dürfen Sie gern höflich darüber hinwegsehen/-gehen. Und sollte Sie im Austausch etwas sehr befremden, haken Sie nach! So räumen Sie früh mögliche Missverständnisse aus dem Weg.

Seien Sie spielerisch

Beim ersten Kennenlernen per Mail hilft – wie im echten Leben beim Flirt mit einer Person, die Sie interessiert – eine gewisse Leichtigkeit: Ein spielerischer, humoriger Ton kommt besser an als Schwermut oder gar Anzüglichkeit. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten, machen Sie ehrlich gemeinte aber nicht übertrieben viele Komplimente und lassen Negatives wie Ex-Partner oder persönliche Krisen außen vor. Flirtkiller sind Kommentare wie: „Eigentlich glaube ich nicht, dass man übers Internet jemanden Vernünftiges kennen lernen kann…“ oder „Hoffentlich löschst Du mich jetzt nicht gleich…“ Sie mögen von Herzen kommen, klingen aber eher verzweifelt als interessiert. Mitleid wird den Funken sicher nicht überspringen lassen. Eine geteilte Vorliebe für Mehlspeisen oder Filme mit Jodie Foster sind die weitaus bessere Grundlage für einen vielversprechenden Start.

Begegnen Sie sich

Sie sind von jemandem schwer angetan, doch E-Mail-Geplänkel ist so gar nicht Ihr Fall? Oder Sie neigen vor lauter Begeisterung dazu, sich in das Bild von einer Person hineinzusteigern – und dann schnell enttäuscht zu sein? Nichts spricht dagegen, nach den ersten Mails sehr bald ein persönliches Treffen vorzuschlagen. Falls sich das aus örtlichen oder zeitlichen Gründen zunächst schwierig gestaltet: Sie können sich auch per Fotoaustausch, beim Skypen oder Telefonieren näher kommen und ein besseres Bild voneinander machen.

Die häufigsten Fehler bei der ersten Mail

Schade, wenn ein vielversprechender Kontakt nicht zustande kommt, nur weil Sie im ersten Anlauf ganz knapp daneben liegen… Wir verraten Ihnen die häufigsten Fehler, die in der ersten Mail gemacht werden – und wie Sie solche Fettnäpfchen sicher umschiffen. Damit Sie wirklich gut ankommen…

1. Epische Umfänge

Überfordern Sie den anderen nicht mit einem ellenlangen Riemen. Es geht zunächst „nur“ um eine Kontaktaufnahme – also darum, dass der andere auf Sie aufmerksam wird. Alles andere folgt mit Glück ja später… Beschränken Sie sich also auf ein paar Zeilen, die Lust auf mehr (Kommunikation) machen. Die Nachricht sollte neugierig stimmen – wie eine gute Schlagzeile. ZU knapp müssen Sie es aber auch nicht halten, ein „Hey, wie geht’s?“ beispielsweise weckt sicher kein übermäßiges Interesse…

2. Mit der Tür ins Haus fallen

Direktheit und Ehrlichkeit sind Tugenden, keine Frage! Aber auch hier gilt es, den goldenen Mittelweg zu finden. Wer unvermittelt mit Fragen wie „Kannst du dir Kinder vorstellen?“ poltert, erntet – im besten Fall – ausweichende Reaktionen. Oder würden Sie jemandem, den Sie noch nicht kennen, so etwas ganz nebenbei anvertrauen? Preschen Sie also auf keinen Fall bei der Kontaktaufnahme mit konkreten Zukunftsplänen und Vorstellungen vom perfekten Partner vor. Das überfordert jeden normalen Menschen nun mal gnadenlos.

3. Copy, Paste, Go…

Vermutlich haben Sie nach einigen Erstkontakten Ihre Lieblingsformulierungen für die Premierenmail . Das ist völlig in Ordnung, solange Sie dabei Persönlich bleiben. Faustregel: Keine Mail sollte unverändert an mehr als eine Person gehen. Klassisches Negativ-Beispiel: „Hallo! Ich bin der Robert. Dein Profil hat mir so gut gefallen, dass ich dich unbedingt kennen lernen möchte. Wäre schön, wenn du dich meldest. Bis bald?!“ Merke: Standardtexte minimieren Ihre Chancen auf eine Antwort – und sind vor allem eins: unhöflich…

4. Das Mängelexemplar mimen

Vermeiden Sie ganz unbedingt, sich direkt oder indirekt klein zu machen. Sie sind kein Bittsteller, sondern jemand, der – ganz genau wie der Mensch, den Sie ansprechen möchten – ehrlichen Kontakt auf Augenhöhe sucht! Verzweifelte Formulierungen wie „vielleicht antwortest du mir ja“ oder „entschuldige bitte, dass ich dich anschreibe“ sind schlicht unsexy. Ein ebenso dicker Schnitzer ist es, gleich in der ersten Mail eifrig eigene Schwächen und vermeintliche Fehler aufzuzählen.

5. Billige Anmachen

Eigentlich selbstverständlich, aber der Vollständigkeit halber erwähnt: Sparen Sie sich abgedroschene Flirtsprüche. Texte à la „sag mal, wird im Himmel nicht ein Engel vermisst“ oder „du bist sicher eine Sünde wert“ haben nichts! in einem ernsthaft interessierten ersten Anschreiben verloren (zumindest nicht auf einer Plattform, auf der Menschen sich finden wollen, die an einer längerfristigen Bindung interessiert sind, wie bei uns!)…

6. Dicke Hosen

Verkneifen Sie sich bitte bei allem Besitzstolz Prahlerei – seien es Auto, Haus oder Segelboot. Auch großspurige Bemerkungen über den eigenen Berufserfolg oder abwertende Kommentare gegenüber anderen sind ein No-Go! Arroganz ist ein Merkmal, das von niemandem Ihrer Mitmenschen positiv bewertet wird. Schon gar nicht beim ersten Beschnuppern.

7. Kryptische Botschaften

Vermeiden Sie hanebüchene Bandwurmsätze, deren Windungen den Leser in Schwindel versetzen. Verzichten Sie auf Fremdwort-Ergüsse. Natürlich möchten Sie ein umfassendes Bild von sich zeichnen, sich intelligent geben. Aber komplex bedeutet eben nicht verwirrend: „die Frage, ob ich Cineast bin könnte ich schwarzweiß betrachten, in kruden Oppositionen denken – oder aber mit der zutiefst intuitiven Replik überraschen, das meine Emotionen in Bezug auf dieses Sujet sehr ambivalent ausfallen“ Was will uns der Autor damit sagen? Sie sehen: Bleiben Sie am Boden. Drücken Sie sich klar und deutlich aus. Komplex darf es später immer noch werden…

Vorsicht, Fluchtgefahr! 7 weitere fiese Mail-Fallen

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum sich Ihr Mailkontakt plötzlich tot stellt? Auf dem Weg zum Liebesglück lauern gerade beim Mailen etliche Fettnäpfchen… Lesen Sie, worauf Sie achten sollten:

1. Plumpe Vertraulichkeit

Ganz egal, ob „Hallo Zuckerschnute!“ oder „Mi Amore!“: Wer so (oder schlimmer) in den ersten Mails versucht, Vertraulichkeit heraufzubeschwören, überschreitet (Schmerz-)Grenzen. Auch wenn ein persönlicher, humoriger Ton nie schaden kann: Schalten Sie – besonders am Anfang – besser erst mal einen Gang runter! Bremsen Sie sich, bis Sie einschätzen können, ob Ihr Mailpartner auf ähnlicher Wellenlänge funkt. Gleiches gilt selbstredend auch für die Abschiedsgrußformel. „Liebe Grüße“ sind in jedem Fall einem „In ewiger Liebe“ oder „Lass´ krachen, Süßer!“ vorzuziehen…

2. Too much information

„Sorry, war grad auf Toilette. Ich hab wohl das Essen beim Chinesen vorhin nicht gut vertragen.“ Schön, wenn Sie den anderen an Ihrem Leben und dem, was Sie bewegt, teilhaben lassen möchten. Schlimm, wenn es einfach zu weit geht. Über Magen-Darm-Beschwerden oder Hautprobleme, aber übrigens auch über finanzielle Engpässe oder Gewichtsprobleme möchte keiner wirklich mit Ihnen ins Detail gehen. Zumindest nicht, wenn man sich noch kaum kennt…

3. Mangelnder Überblick

„Liebe Pia – das kann kein Zufall sein: Auch ich liebe Wrestling!“ Super Einleitung – es sei denn, die Nachricht ist an Sybille, die erzkatholische Studienrätin adressiert… Darum: Vermeiden Sie unbedingt Nachlässigkeiten und Verwechslungen! Sie erwecken sonst (zurecht) den Eindruck, völlig beliebig unterwegs zu sein. Gerade wenn Sie mehrere Unterhaltungen parallel führen: Behalten Sie bitte immer den Überblick! Tipp: Vor dem Abschicken der Mail immer noch mal durch den Nachrichtenverlauf scrollen.

4. Wortschwall-Overkill

„Nachdem ich Dir letztes Mal von meinen ersten Arbeitswochen auf der Säuglingsstation berichtet habe, möchte ich nun erzählen, wie das Wochenende mit meiner Omi gelaufen ist…“ Nichts gegen Offenheit – aber hüten Sie sich davor, Ihr Gegenüber mit einer Informationsflut zu überfordern. Oft – und gerade beim Kennenlernen – liegt in der Kürze die sprichwörtliche Würze. Kommen Sie auf den Punkt, stellen und beantworten Sie Fragen und beschränken Sie sich auf interessante Details. Merke: Dosierte Andeutungen machen neugierig, das sofortige Servieren einer gesamten Lebensgeschichte langweilt.

5. Dauerbeschuss

„Huhu! Da bin ich wieder – sorry, war mal kurz Wäsche aufhängen…“ Natürlich kann es wunderbar sein, wenn man eine Standleitung mit seinem Online-Flirt pflegt. Voraussetzung: Beide sind Feuer und Flamme und teilen das Bedürfnis danach. Doch gerade in der Anfangsphase ist weniger einfach mehr. Warten Sie immer erst die Antwort auf eine Nachricht ab, bevor Sie die nächste losschicken. Sparen Sie sich auch unbedingt Mails der Sorte „Ich langweile mich und frag mich, was Du wohl gerade so machst…“. Der Mensch am anderen Ende ist jemand, den Sie kennenlernen möchten, kein Kommunikations-Lückenbüßer!

6. Kryptische Botschaften

„Hallo (:-), OMG, mein Chef macht heute voll einen auf +0:-), mir ist echt zum :‘-( Geht’s Dir auch so? LOL“. – Sollten Sie mit Freunden noch so gern spaßige Kürzel und absurde Emoticons nutzen, lassen Sie es in den Mails. Besser: Eine allgemein verständliche und klare Sprache. Sie sollten auch niemals voraussetzen, dass subtile Anspielungen auf bestimmte Songs, Filme oder Stars verstanden werden. Noch nicht mal dann, wenn Sie der gleiche Jahrgang sind. Also: Aufpassen!

7. Worte zur Weltpolitik

„Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Mehrwertsteuererhöhung die Binnennachfrage langfristig sogar stärken würde!“ Mmhhh… interessant. Selbst wenn es Ihnen schwer fällt, über Persönliches zu schreiben: Weichen Sie nicht auf Politik, Wirtschaft oder Klimaforschung aus, um irgendwas von sich zu geben. Sie wollen einander kennenlernen – da helfen Allgemeinplätze wenig weiter. Statt sich also seitenlang über die Schönheit griechischer Inseln auszubreiten, berichten Sie lieber, wie dramatisch Sie die Fähranreise bei Sturm empfunden haben. Noch besser: Ihnen ist gerade der Kaffee über die Tastatur gekippt? Der Kollege nebenan nervt mit einer massiven Knoblauchfahne? Aufschreiben! Ihr Umgang mit Alltäglichkeiten verrät nämlich mehr über Sie als weltpolitische Statements.

Bitte recht freundlich! 6 Tipps zum fairen Umgang mit Fotofreigaben

Ein Kontakt wird nach der Fotofreigabe rigoros abgebrochen? Kommt leider (zu) häufig vor. Doch am Ende werden meist diejenigen belohnt, die großzügiger mit optischen Eindrücken anderer umgehen. Lesen Sie, worauf es beim Umgang mit Fotofreigaben wirklich ankommt:

1. Lassen Sie nie Fotos allein entscheiden

Jede Abbildung sagt nur sehr begrenzt etwas über die Attraktivität, die Ausstrahlung, den Charme und die Intelligenz eines Menschen aus. Machen Sie sich darum davon frei, Urteile (und Sympathien!) allein von zweidimensionalen Eindrücken abhängig zu machen. Übereilt Kontakte abzubrechen, verletzt andere – und verspielt kostbare eigene Chancen. Geben Sie einander auch bei nicht so überzeugenden Fotos eine Gelegenheit. Treffen Sie sich im echten Leben. Viele Paare sind durch ihre nicht so schnell aus der Bahn geworfene Neugierde aufeinander schon sehr glücklich geworden…

2. Achten Sie auf Details

Bilder geben im Nullkommanichts einiges preis. Sie sind viel direkter als jedes geschriebene Wort – und zwar über die reine Abbildung hinaus. Fotos verraten, ob sich jemand mit seinem Profil Mühe gegeben hat. Sie zeigen, welche Motive er gewählt hat. Ob er/sie lächelt, welche Farben er/sie trägt, seine Haltung, seine Umgebung. Wertvolle Hinweise über die pure Optik hinaus. Oder was sagt es Ihnen, wenn jemand neben zwei relativ öden Portraits Fotos von einem Teller Pasta Vongole, einer toskanische Landschaft und einem Glas Rotwein eingestellt hat?! Genau…

Absagen bitte mit Stil

Sie stoßen in Punkto Toleranz an Ihre Grenzen und treffen eine auf Äußerlichkeiten beruhende Auswahl? Bemühen Sie sich dennoch, etwas Positives zu dem/den freigegebenen Foto/s zu schreiben. Eine Absage mit einem freundlichen Feedback sollte doch drin sein?! Ganz klar: Wenn jeder seine Absagen charmant dekorieren würde, ginge es allen besser…

4. Bewerten Sie Unhöflichkeit nicht über

Meist ist es leider komplizierter. Absagen fallen Menschen schwer, ganz besonders in Liebes-Angelegenheiten. Wenn man in den Verdacht geraten könnte, oberflächlich zu sein – um so schlimmer! Das erklärt eben, warum manch einer Kontakte kommentarlos abbricht. Hinzu kommt, dass das Internet Unverbindlichkeit ohnehin leicht macht: Es muss kein Foto, den alten Kontaktanzeigen-Spielregeln gemäß, zurückgesendet werden. Bewerten Sie darum Absagen oder Kontaktabbrüche nicht über. Sie sagen überhaupt nichts darüber aus, wie attraktiv – erst recht nicht: wie interessant – Sie sind oder welche Erfolgschancen Sie haben.

5. Foto-Gemogel = Eigentor

In Zeiten von Selfies und Photoshop ist es gang und gäbe, die Selbstdarstellung zu schönen, wo es geht. Ob es das längst „abgelaufene“, weil zehn Jahre alte oder auch ein absurd bearbeitetes Bild ist. Das Bedürfnis, gut aussehen zu wollen in allen Ehren – leider hat solche Schönfärberei eine extrem kurze Halbwertszeit. Spätestens wenn ein Mensch vor einem steht, der offensichtlich nichts mit seinem eingestellten Bild gemein hat, fliegt der Schwindel auf. Keiner sollte dann ein schlechtes Gewissen haben, zu erklären, dass er sich verschaukelt fühlt – und zu gehen. Wer es angebracht findet, falsche Tatsachen vorzutäuschen, sollte sich der Konsequenzen spätestens dann bewusst sein…

6. Interesse am Bild als Interesse an sich verstehen

Bei allen Warnungen vor dem Überbewerten von Äußerlichkeiten: Der Mensch ist nun mal (auch) ein Augentier. Viele brauchen für den ersten Eindruck visuelle Botschaften. Darum ist der Wunsch, den anderen sehen zu wollen, völlig legitim. Selbst wenn für Sie Optisches nicht so wichtig ist, sollten Sie mit anderen nachsichtig sein, die sich Bilder für ihre Orientierung wünschen. Leiten Sie daraus niemals niedere, oberflächliche Motive ab. Ob es passt, zeigt sich dann an ganz anderen Dingen…

Der kleine Telefon-Knigge

Eine schlichte Frage, die trotzdem heikel sein kann: Gibst du mir deine Telefonnummer? Wann ist der beste Zeitpunkt – und wer macht den Anfang? Wir befragten unsere Mitglieder – hier die spannenden Antworten und unsere Tipps:

Zögerliche Frauen

Nachvollziehbar, aber erstaunlich eindeutig äußerten Frauen in unserer Umfrage, dass sie vorsichtig in der Weitergabe ihrer Telefonnummern sind: nur jede zehnte gibt ihre Nummer gerne weiter – während es bei den Männern ganze 37 Prozent sind. Frauen, die gern telefonieren möchten, können das also beherzt ansprechen. Männer, die nach der Nummer fragen, dürften aber eine negative Antwort nicht sonderlich übel nehmen – das kennen sie nämlich im Zweifel schon… 40 Prozent der Frauen wollen ihre Nummer nicht so schnell herausgeben und sagen das meist auch ganz offen. Bei den Männern reagieren so nur 21 Prozent. 14 Prozent der Frauen sind besonders clever – und drehen den Spieß um: Sie fragen ihren Mailpartner einfach nach seiner Nummer.

Gute Kontakte – gute Chancen

Sie sind unsicher? Damit stehen Sie nicht allein da! 30 Prozent der Frauen und ein Drittel der Männer sind unsicher – und machen die Entscheidung, ob Sie Ihre Nummer weitergeben davon abhängig, wie gut ihnen der gesamte Kontakt gefällt. Dementsprechend lautet die gute Nachricht auch: Der Erfolg um die Frage nach der Telefonnummer ist nur bedingt eine Frage des Timings, es ist vielmehr eine Frage des Gegeninteresses.

Mut wird belohnt

Bitte machen Sie sich klar: Eine Bitte um die Telefonnummer ist nichts Verwerfliches! Sofern es sich nicht um erkennbar eine wahllos verschickte Standardanfragen handelt, zeigt es einfach das starke Interesse an dem anderen – und daran, beim Kennenlernen den nächsten Schritt zu gehen. Wirklich drastische Folgen hat die Frage nach der Nummer dementsprechend selten: Nur eine von 20 Frauen und einer von 50 Männern fühlen sich hierdurch überfahren und verlieren das Bedürfnis, den Kontakt weiter zu pflegen.

Alles Verhandlungssache

Wie viele Stunden, Tage oder sogar Wochen zwischen der ersten Mail und dem ersten Telefonat liegen, ist extrem unterschiedlich. Während einige schon nach der ersten Mail zum Hörer greifen, brauchen andere dafür Wochen. Solange Sie das Einander-Schreiben genießen und es Ihnen voll und ganz ausreicht, bleiben Sie ruhig dabei. Sie werden nach Ihrer Nummer gefragt, aber es Ihnen ist es zu früh? Dann sprechen Sie das offen und ohne Vorwurf an – das Kennenlernen darf ja trotzdem weitergehen. Meist sorgen Verständnis und wenige Mails mehr für das nötige Vertrauen. Dehnen Sie die Mailphase aber nicht ewig aus, es könnte auch als Desinteresse ankommen. Generell gilt: Keiner darf erwarten, dass das Spiel allein nach seinen Regeln läuft. Es ist am Beginn – wie auch im weiteren Verlauf jeder Beziehung – wichtig, Bedingungen auszuhandeln, mit denen sich beide wohl fühlen. Einen Wunsch zu äußern ist in Ordnung – genauso wie „nein“ zu sagen. Wer Ihnen eine böse Abfuhr erteilt, nur weil er Ihre Nummer nicht gleich bekommt, ist gewiss nicht der Richtige.

Auf Nummer Sicher

Zögern Sie, weil Sie um Ihre Sicherheit besorgt sind und Ihre Anonymität noch nicht aufgeben möchten? Falls Sie grundsätzlich sonst zu einem Telefonat bereit wären: Eine Prepaid-Karte mit einer Handynummer, die nicht im Telefonbuch eingetragen ist, eignet sich perfekt. Andere Variante: Sie bitten um die Nummer. Stellen Sie in dem Fall vor einem Anruf sicher, dass Ihre Rufnummer nicht auf dem Telefon-Display des anderen erscheint, indem Sie die Rufnummernunterdrückung einschalten. Schauen Sie dafür im Handbuch zu Ihrem Telefon nach oder fragen Sie bei Ihrem Provider, wie Sie das bei Ihrem Telefon ändern können.

9 Tipps fürs erste Telefonat

Wie schön, wie aufregend: das erste Telefonat mit Ihrem Online-Kontakt steht bevor?! Damit Sie vor lauter Nervosität nicht in die falsche Richtung galoppieren – hier sind wertvolle Tipps für die Premieren-Begegnung am Hörer:

1. Ruhig Blut!

Grübeln Sie nicht darüber nach, wie Sie vermeiden können, dass man Ihre Aufregung bemerkt. Gehen Sie lieber offensiv damit um: Sagen Sie, was Sie empfinden. Schmetterlinge im Bauch sind etwas Tolles: „Aufregung ist in solchen Situationen vollkommen normal. Wenn Sie zugeben, dass Sie nervös sind, macht Sie das eher sympathischer – und kann sogar ein gutes erstes Gesprächsthema sein“, rät Parship-Experte Eric Hegmann.

2. Bleiben Sie bei sich

Suchen Sie sich für das erste Telefonat Ihr Wohlfühl-Plätzchen, gönnen Sie sich einen entspannten Tee. Machen Sie sich keine Gedanken darüber, was Sie sagen sollten, um zu gefallen – oder was der andere von Ihnen denken könnte. Seien Sie einfach Sie selbst. Schließlich soll man SIE kennenlernen – und nicht irgendeine Illusion von Ihnen. Sie haben das Gefühl, Ihnen kommt nur Unfug über die Lippen? Halblang! Ihrem Telefonpartner geht es vielleicht genauso. Ein wirklich vielversprechender Kontakt wird niemals an einem holprigen Telefonat scheitern!

3. Gezieltes Warm-up

Gegen „Lampenfieber“ hilft strategische Vorbereitung (in Maßen!). Machen Sie sich Notizen: Was interessiert Sie am anderen (das Profil gibt viele Anhaltspunkte)? Was möchten Sie gern von sich erzählen? Spielen Sie Situationen durch: Was tue ich, wenn der andere ablehnend wirkt? Wie beende ich das Gespräch, wenn mir mein Gesprächspartner unangenehm ist („Entschuldigung, mein Lammbraten brennt gerade an…“)? – Es hilft, souveräner zu reagieren. Legen Sie Ihre Notizen beim Gespräch aber unbedingt zur Seite – und lesen Sie niemals davon ab. Die Aufzeichnungen dienen allein Ihrer Vorbereitung!

4. Let it flow

Sie haben bestimmte Fragen im Kopf – und nun wird über das Wetter parliert? Alles möglich! Denn: Wie lernen Sie einen Menschen kennen? Indem Sie ihn einem Verhör unterziehen oder einen Fragenkatalog abarbeiten? Eher nicht… Sogar, wenn Sie über die Kochrezepte sprechen, erfahren Sie viel voneinander. Lassen Sie es einfach laufen und hören Sie gut zu. Achten Sie auf seine oder ihre Stimme und folgen Sie Ihrem Bauchgefühl. Verständigung findet am Telefon nämlich stark über feine Töne statt. Lauschen Sie: Ist der andere nervös oder unsicher? Wirkt er ehrlich?

5. Ganz offen gefragt…

Vermutlich wird sich Ihr Telefonat aber eher nicht um Belanglosigkeiten drehen. Im Profil und per Mail haben Sie schließlich schon einiges übereinander erfahren – und nun sitzen Sie beide in einem Boot, nämlich in einer Situation, die mit Erwartungen verknüpft ist. Damit das Gespräch nicht ins Stocken gerät: stellen Sie möglichst „offene“ Fragen – also solche, die nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können. Vermeiden Sie so genannte Suggestivfragen, bei denen Sie die Antwort vorwegnehmen. Sie sind ungeeignet, um wirklich etwas über den anderen zu erfahren.

6. Erwartungen zügeln

Überzogene Erwartungen sind der sicherste Weg, tief enttäuscht zu werden. Wer alle Hoffnung auf das erste Gespräch projiziert, kann nur auf die Nase fallen. Besser: Freuen Sie sich auf ein nettes Gespräch – und lassen Sie sich positiv überraschen. Feiner Nebeneffekt: Je weniger Sie erwarten, desto lockerer werden Sie. Sollte es zu Gesprächspausen kommen – Sie haben sich ja zum Glück vorher ein paar Fragen überlegt. Der Rest ergibt sich. Zuneigung lässt sich ebenso wenig erzwingen wie herbeireden. Wenn Sie zueinander passen, werden Sie zueinander finden.

7. Taktvoll rantasten

Sie rufen aus einer Wohlfühl-Situation an? – Setzen Sie nicht voraus, dass es Ihrem Partner am anderen Ende gerade genauso geht. Fragen Sie darum gleich am Anfang kurz nach, ob es gerade passt. Sie ersparen sich die Enttäuschung, wenn der andere kurz angebunden ist – oder Sie sogar abwürgt. Es gibt nun mal Menschen, die ungern im Bus telefonieren – und Umstände, die ein solches Telefonat extrem erschweren – wie Kaffeegäste im Wohnzimmer oder stressige Jobsituationen…

8. Bilanz ziehen

Wie haben Sie sich während des Gesprächs gefühlt? Was sagt Ihr Bauchgefühl? Sie haben gemeinsam herzlich gelacht? Sehr gut! Sie sind nach dem Telefonat nicht schlauer als vorher – oder haben das Gefühl, sich nicht gut „verkauft“ zu haben? Auch kein Beinbruch. Telefonate mit einem fremden Menschen haben Tücken – speziell, wenn es ums Kennenlernen geht. Wagen Sie einen zweiten Versuch. Sie haben ein tolles Gespräch geführt und finden nur schwer ein Ende? Herzlichen Glückwunsch! Sie sollten sich unbedingt besser kennen lernen…

9. Das Wichtigste zum Schluss

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein: Behalten Sie den Überblick über Ihre Kontakte! Wer sich beim Katzenbesitzer nach Gassigeh-Gewohnheiten erkundigt, hat schon verloren. Um unerfreulichen Folgen frischer Kontakte vorzubeugen, sind Sicherheitsmaßnahmen sinnvoll: Eine Rufnummernunterdrückung schützt vor Telefonbelagerungen von „schwarzen Schafen“, die es leider überall gibt. Natürlich sollten Sie auch niemals Daten von sich preisgeben – weder Kontoinformationen, noch Pin-Nummern – aber eben auch keine Adresse! Nicht, bis Sie wissen, mit wem Sie es wirklich zu tun haben…

So erkennen Sie Schwarze Schafe

Kontakt knüpfen, Foto ansehen, knallhart prüfen, ob jemand in das eigene Raster passt und falls nicht: wortlos den Kontakt abbrechen – kurz: Abchecken. Um Menschen, die sich in Online-Kontakten so verhalten, sollten Sie einen großen Bogen machen.

„Wir hatten miteinander noch keine zehn Minuten gemailt, da fragte er schon, ob er ein Foto von mir bekommen könnte“, berichtet Anja (39). “Nachdem er mich mehrmals aufforderte, habe ich dann ein Bild freigegeben und … weg war er.“ Was Anja beschreibt, ist ein klassisches, im Internet leider verbreitetes Phänomen: Das sogenannte „Abchecken“. „Dieses Selektionsverhalten ist typisch und auch sehr verletzend“, weiß der Parship-Psychologe Markus Ernst.

Der Blind-Date-Abchecker

Die Spezies Abchecker arbeitet mit unterschiedlichsten Strategien –beispielsweise auch damit, auf die Schnelle ein Treffen einzufordern, um „unsichtbar“ zu spionieren, sich nicht erkennen zu geben – und zu verschwinden. Olivia (45) berichtet: “Wir haben uns zwei Wochen lang richtig nett geschrieben und sogar telefoniert, bis wir uns schließlich zum Blind-Date in Ulm verabredet haben. Ich stand zwei Stunden mit einem Plüschlöwen zur Erkennung in der Hand am Bahnhof. Dann kam eine knappe SMS, dass es leider nicht zwischen uns klappen werde“.

Die Verhör-Strategie

Der Abchecker tritt – häufig in weiblicher Form – gerne auch als Abfrager auf. Es handelt sich um Frauen, die anstelle der Optik Versorgerqualitäten und emotionale Fähigkeiten der entsprechenden Kandidaten „checken“. Die Strategie: in verhörartigen Frage-Antwort-Gesprächen gezielt so viel wie möglich über den anderen in Erfahrung zu bringen. Passt das Bild nicht zu den eigenen Vorstellungen, bricht auch die Abcheckerin kurz und knackig den Kontakt ab: “Ich glaube, wir passen einfach nicht zueinander.“ Diesen verletzenden Satz hat Björn (37) schon häufiger lesen müssen –nachdem er bereits vieles von sich preisgegeben hatte.

Die Abscan-Prozedur

Völlig legitim: jeder hat ganz individuelle Vorstellungen von dem Menschen, der zu ihm passt. Genauso in Ordnung: Wert auf bestimmte Merkmale zu legen. Ein gewisses „Scannen“ der potenziellen Kandidaten liegt eben in der Natur der Sache – und gehört zu jeder Partnersuche. Und da es unwahrscheinlich ist, dass man auf Anhieb sofort den oder die Richtige herauspickt, ist auch Körbe nehmen und geben immer Teil des Suchens. Unangenehm wird es erst dann, wenn dem Gegenüber keinerlei Feingefühl entgegengebracht wird: „Es macht einen Riesenunterschied, ob der Kontakt mit einer nett formulierten letzten Mail – oder kommentarlos abgebrochen wird. Dabei geht es zum einen um gegenseitigen Respekt, zum zweiten um die Chance, die man dem anderen über eine Rückmeldung gibt, sich weiterzuentwickeln und z.B. eventuelle „Schnitzer“ das nächste Mal zu vermeiden“, erklärt Markus Ernst.

Gegenstrategie: Immer sachte…

Wie man angemessen mit Menschen umgeht, die ohne Rücksicht auf Verluste nach ihrem vermeintlichen Traumpartner suchen, weiß Karin (40). Die Gattung Abchecker, mit der sie es zu tun hatte: der Serienbrief-Versender. „Gleich die erste Mail hat er an mehrere geschickt. In seiner zweiten nannte er mich Melissa – und wollte sich mit mir treffen. Ich zog sofort die Reißleine, brach den Kontakt ab.“ Fazit: Wer mit geschärftem Blick an Kontaktanfragen geht, kann schnell erkennen, ob echtes Interesse da ist – oder ob man Sie nur sezieren will. „Behalten Sie selbst das Heft in der Hand, gehen Sie die Dinge behutsam an, und wenn Sie etwas stört, dann suchen Sie das Gespräch“, rät Parship-Psychologe Ernst. Lassen Sie sich außerdem nicht gezielt ausfragen. Senden Sie keine Fotos, wenn man Sie dazu drängt. Stürzen Sie sich nicht in übereilte Blind-Dates. Und: Schützen Sie sich, indem Sie nie vorschnell zu viel von sich preisgeben…

Der erste Schritt! Tipps für Frauen

Warum abwarten und Tee trinken? Wenn Sie jemanden entdeckt haben der Sie interessiert, sollte Sie einfach eins tun: Handeln. Es ist nirgendwo einfacher, den ersten Schritt zu tun, als Online. Und das Allerbeste: Sie vergeben sich nichts – und haben nur zu gewinnen. Wir verraten, wie sie´s am schlauesten anstellen

Warum abwarten und Tee trinken? Wenn Sie jemanden entdeckt haben der Sie interessiert, sollte Sie einfach eins tun: Handeln. Es ist nirgendwo einfacher, den ersten Schritt zu tun, als Online. Und das Allerbeste: Sie vergeben sich nichts – und haben nur zu gewinnen. Wir verraten, wie sie´s am schlauesten anstellen

Männer lieben Signale

„Schreiben Sie nie zuerst – und antworten Sie frühestens nach 24 Stunden…“ – solche Weisheiten finden sich in vielen Ratgebern. Vergessen Sie derart krude Verhaltensregeln sofort! Trauen Sie Ihren Gefühlen. Machen Sie auf sich aufmerksam, wenn jemand Sie begeistert. Männer sind ebenso unsicher wie Frauen – und können mit klaren Signalen durchaus umgehen. Im „echten“ Leben sind es Blicke, mit denen Sie sie ermutigen, und online eben ein paar schöne Zeilen. Kein Mann dieser Welt bekommt einen „falschen“ Eindruck von einer Frau, nur weil Sie Interesse an ihm zeigt!

Einfach mal machen!

Sie sind unsicher? Dann schicken Sie doch erstmal nur ein Lächeln! Erfolgversprechender ist es natürlich, wenn Sie in einer Mail kurz begründen, warum genau ER Ihnen aufgefallen ist („Ich spiele auch Saxophon!“, „Lustig, mein Herz schlägt auch für den BVB…“). Mutige dürfen gerne ein Foto von sich freigeben. Es soll nämlich Herren geben, die tatsächlich auf einen bestimmten Typ abonniert sind. Und deren Rückzug nach der Fotofreigabe bedeutet dann nicht, dass Sie unattraktiv sind, sondern erspart Ihnen schlicht Enttäuschungen.

Bitte nicht drängeln

Gaaanz wichtig: Lassen Sie IHM Möglichkeiten, zu gestalten, wie es weiter läuft, wenn es weiter läuft – statt vorweg zu galoppieren. Es ist schön, zart Interesse an einem Treffen zu signalisieren, die komplette Organisation eines Dates im weiblichen Alleingang ist dagegen schlimmstens unattraktiv. Fast alle Männer lieben es, zu erobern – und so gut wie jeder reagiert allergisch auf das Gefühl, überrollt zu werden. Im Übrigen stellen Sie am Beginn einer Beziehung die Weichen – und Sie möchten doch nicht auf die Rolle der „Macherin“ festgelegt werden?!

Think positive!

Sie haben Anfragen verschickt – aber selten befriedigende Antworten bekommen? Hüten Sie sich vor Vorurteilen und Trotzreaktionen. Diejenigen, die IHNEN als Partner vorgeschlagen wurden, haben unter Umständen schlicht zu viele Anfragen erhalten – oder der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Passiert Ihnen das sehr häufig, so überprüfen Sie Ihr „Ich über mich“-Profil: Provokantes wie „Ihr Männer antwortet ja sowieso nicht – oder?“ ist fatal. Nichts ist weniger einladend als eine Unterstellung. Bleiben Sie besser gelassen. Manchmal dauert es eben etwas länger, bis sich der Erfolg einstellt. Ihre Chancen stehen und fallen mit Ihrer inneren Haltung!

Auf zu neuen Ufern

Sie sind neugierig, offen – und möchten noch mehr für Ihr Glück tun? – Weiten Sie Ihre Suche aus! Auch in England oder Holland leben tolle Männer. Trauen Sie sich ruhig, auch mal jüngere Kandidaten anzusprechen. Was viele nämlich vergessen: Sollten SIE jemandem zu alt sein, würde er Ihnen gar nicht erst angezeigt! Und das Beste noch zum Schluss: Niemand außer Ihnen weiß, wie viele Anfragen Sie versenden! Sie dürfen darum ruhig in die Vollen gehen – und Mails auch an unterschiedlichste Männer schicken, die Sie aus unterschiedlichsten Gründen angesprochen haben. So kommt Bewegung in die Suche. Versprochen!

Das können Sie besser: 6 Spaßbremsen bei der Partnersuche

Den passenden Partner zu suchen und zu finden, sollte Spaß machen und Vergnügen bringen! Damit das gelingt, verzichten Sie besser auf typische, dumme Startfehler. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten – für viel Freude statt Frust beim Suchen:

Sie wünschen, bitte? Glück, Liebe, eine vertrauensvolle und stabile Beziehung? Können Sie haben! Lernen Sie einfach aus den Fehlern anderer. Denn es gibt genug Fallen, in die vor Ihnen schon genug getappt sind. Schade für all jene, schön für Sie! Wir verraten Ihnen die klassischen Ausbremser auf der Suche nach dem oder der Richtigen…

Test-Gemauschel

Unser Auftrag? Ihnen mit einem ausgeklügelten, wissenschaftlich fundierten Prinzip dabei zu helfen, den optimalen Partner zu finden. Und das soll natürlich jemand sein, der zu Ihnen passt – genau so wie Sie sind. Unser Persönlichkeits-Test filtert Ihre Eigenheiten und Bedürfnisse heraus. Auf dieser Basis schlagen wir Ihnen Kontakte vor. Wer hier schummelt oder versucht, sich bestmöglich zu verkaufen, verfälscht das Ergebnis – und vergibt die tolle Chance, jemanden kennenzulernen, der ihm entspricht. Merke: Unsere Tests sind keine Bewerbungsbögen, bei denen Sie gut abschneiden können oder müssen. Sie sind die großartige Möglichkeit, sich einfach so zu zeigen, wie Sie sind…

Profil-Geschluder

Ja! Man sieht Ihrem Profil an, wie viel Mühe Sie sich damit gegeben haben. Und kläglich kurze und humorfreie – schlimmstenfalls sogar tippfehlergespickte – Angaben legen nahe, dass Ihr Interesse daran, jemanden für sich zu begeistern, eher bescheiden ist. Vergessen Sie das Argument, kein Freund großer Worte zu sein! Bitte überwinden Sie sich und fühlen Sie sich in den anderen hinein: Warum sollte jemand den Wunsch haben, Sie kennenzulernen, wenn Sie so gut wie nichts von sich preisgeben? Ihr Profil ist nun mal das Tor zum Interesse des anderen. Lassen Sie sich etwas einfallen – öffnen Sie es (und sich)!

Mail-Beliebigkeit

Mag sein, dass Sie im Job per Massenmailing IRGENDJEMANDEN erreichen. Das gilt aber garantiert nicht für die Partnersuche. Hier ist eine persönliche Note genau der Ton, der (ins Herz) trifft. Also: Wenn jemand Sie schon so interessiert, dass Sie ihn oder sie anschreiben, verzichten Sie bitte auf schnödes Standardgetexte. Gehen Sie auf Feinheiten im Profil des anderen ein, flechten Sie locker gezielte Fragen ein. Zeigen Sie, dass Sie wirklich neugierig auf den anderen sind – und wissen, was Sie da tun. Keiner möchte austauschbar sein oder Teil eines flächendeckenden, ziemlich beliebigen Balzbemühens.

Foto-Geknauser

Gerade beim Online-Beschnuppern spielen Fotos eine tragende Rolle. Darum gehören vernünftige Portraits einfach ins Profil! Keine Sorge: Es geht nicht darum, auf aalglatten Bildern mit Modelqualitäten zu glänzen, sondern einfach um den authentischen ersten Eindruck. Eine sympathische Ausstrahlung, ein verschmitztes Lächeln. Eine offene Körperhaltung, eine Klamotte, die schon ein wenig über Ihren Lebensstil verrät. Also: Sorgen Sie für einen gelungenen optischen Auftritt. Sie möchten doch umgekehrt auch wissen, mit wem Sie es zu tun haben?!

Hoch-Gestapel

Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Bleiben Sie ehrlich! Zeichnen Sie weder im Profil noch in Mails ein Bild von sich, das bei der echten Begegnung sofort in sich zusammenbröseln würde. Natürlich dürfen Sie sich von Ihrer Schokoladenseite zeigen, aber bleiben Sie auf dem Teppich – und bei der Wahrheit. Ihr neuer Kontakt schwoft gern und Sie sind eher der Rhythmus-Legastheniker? Dann geben Sie bitte nicht vor, ehemaliger Turniertänzer zu sein. Besser: Sich offen zeigen und Angebote machen. Denn sogar Unterschiede können verbinden: Bitten Sie einfach um eine persönliche Tanzstunde…

Drängel-Gehabe

Nicht jeder Partnervorschlag ist gleich das große Los. Und andere Uhren ticken langsamer. Soll heißen: Üben Sie sich grundsätzlich in Geduld! Drängen Sie niemanden, wenn Antworten etwas auf sich warten lassen. Lassen Sie jedem die Zeit, die er braucht. Nach ein paar Tagen können Sie immer noch nett nachhaken, ob er oder sie gerade viel um die Ohren hat. Ehrliches Interesse kommt nun mal besser an als ungeduldiges Gedrängel. Im Übrigen: Wer wirklich etwas will, sollte schon von selber in Bewegung kommen!

Nur Mut! 9 Durchhalte-Tipps für Durststrecken

Sie haben begeistert Kontakte geknüpft, doch der Herzens-Erfolg lässt auf sich warten? Ihre Anfangseuphorie ist irgendwie verflogen? Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken! Hier sind ein paar ultimative Motivations-Booster für Sie:

Am Anfang ist alles fantastisch aufregend: Das Basteln am eigenen Profil. Der Moment, wenn die ersten Reaktionen eintrudeln. Spannende Chats. Die ersten Dates… Doch lässt die Liebe – oder nur wirklich schöne Begegnungen – auf sich warten, macht sich irgendwann Ernüchterung breit. Parship-Psychologe Markus Ernst kennt das: „Anfangs ist die Vorfreude riesig. Vergleichbar mit dem Heißhunger auf Schokolade: Die Hälfte der Tafel verputze ich in fünf Minuten, kurz darauf ist alles weg. Und dann… kann ich erstmal keine Schokolade mehr sehen.“ Damit Sie den „Appetit“ behalten und Ihre Chancen weiterhin optimal nutzen, hier ein paar Durchhaltetipps:

1. Spielen Sie auf Zeit!

Profil einstellen, abwarten – und bald steht der Traumpartner vor der Tür? Toll, wenn es so easy wäre! Doch selbst das Internet ist leider kein Frei-Haus-Liebes-Bestellservice. Es ist vieles möglich, aber Wunder brauchen eben etwas länger… Sehen Sie diese Art der Suche als eine großartige Erweiterung Ihrer Möglichkeiten. Als eine gute Chance, jemanden kennenzulernen, der wirklich zu Ihnen passt. Natürlich kann dieser jemand theoretisch sehr schnell anklopfen. Stellen Sie sich aber lieber darauf ein, dass es eher etwas dauert. Behalten Sie im Hinterkopf, dass Gutes einfach seine Zeit braucht – und Sie ersparen sich Druck und Enttäuschungen.

2. Werden Sie zum Genießer

Widerstehen Sie der Versuchung, ganze Tage vor dem Rechner zu verbringen. Sonst geht es Ihnen schnell wie mit der Schokolade: Es kommt der Punkt, an dem das Geschlinge in Überdruss umschlägt. Zügeln Sie Ihr Tempo – und schauen vielleicht nur morgens und abends in Ihren Account, statt ständig aufs Postfach zu schielen. Markus Ernst empfiehlt: „Starten Sie lieber langsamer. Schauen Sie sich Profile sorgfältig an. Schreiben Sie nicht gleich Dutzende von Mails – und dann gar keine mehr. Um beim Schoko-Bild zu bleiben: Lassen Sie den Riegel langsam im Munde zergehen. So können Sie ihn genießen und behalten Lust auf mehr.“

3. Verbannen Sie Routine

Der größte Feind der Liebe ist: die Routine! Das gilt tatsächlich auch für die Partnersuche. Wer nach der ersten Euphorie anfängt, Kontakte bloß noch zu verwalten, verliert schnell das Gefühl für die Sache. Verbauen Sie sich nicht Ihre Chancen mit routinierter Abgeklärtheit, sondern erhalten Sie sich Ihre Neugierde! „Die persönliche Einstellung ist entscheidend“, erklärt Markus Ernst, „wer sich halbherzig mit einem ,Ich habe bezahlt, also muss ich dann wohl mal‘ auf die Suche macht, sollte sich über ausbleibende Reaktionen nicht wundern…“

4. Stecken Sie Körbe cool weg

Ein Mann, der Ihnen gut gefiel, hat sich nach einigen Mails einfach nicht mehr gemeldet? Die Frau, die beim ersten (und leider auch letzten) Date Ihr Herz bis zum Hals schlagen ließ, hat Sie nüchtern per Standardmail verabschiedet? Klar, das sind erstmal Schläge ins Kontor. Niemand wird gern zurückgewiesen. Aber es gehört nun mal zum Leben dazu, dass Zuneigung nicht immer erwidert wird. Jeder von uns hat diese Erfahrung schon machen müssen. Und auch Sie selber haben sicher bereits den ein oder anderen Korb verteilt, richtig? Also: Cool bleiben, und Absagen nicht überbewerten!

5. Hüten Sie sich vor Kurzschluss-Reaktionen

Jeder reagiert auf Frustration anders. Eins sollten Sie sich aber unbedingt sparen: Die oder den Eingeschnappte/n zu spielen. Kurzschluss-Reaktionen à la: ,Dann lösche ich eben mein Profil´ oder das trotzige Rundum-Verabschieden aller Kontakte ist unangebracht. Sie schneiden sich damit höchstens ins eigene Fleisch. Denn: Wo kein Profil ist, kann auch nichts werden. Ebenso wenig produktiv: Provokante Statements in „Ich über mich“ oder pampige Antwortmails. Auch wer sich „nur“ stark zurücknimmt – und keinem mehr sein Foto freigibt oder sein Profil eindampft, rückt sich damit ins Abseits. Also: Sollten Sie mal schwer enttäuscht sein, legen Sie lieber eine längere Online-Pause ein. Gönnen Sie sich etwas Gutes fürs Ego. Treffen Sie Freunde. Und starten Sie frischen Mutes neu durch, wenn Sie sich gefangen haben…

6. Stellen Sie sich in Frage

Die Kommunikation mit Ihren bisherigen Kontakten lief so ziemlich komplett an Ihren Wünschen und Vorstellungen vorbei? Dann prüfen Sie doch mal, wie Sie sich in Ihrem Profil darstellen – aber auch welchen Ton Sie in Mails und Telefonaten anschlagen. Das ist ein guter Weg, herauszufinden, warum die Reaktionen anderer auf Sie zweifelhaft wirken. Generell gilt nämlich tatsächlich: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

7. Bleiben Sie spielerisch

Vergessen Sie nie: Dating sollte ein Vergnügen sein – selbst wenn es nicht unentwegt rote Rosen regnet. Sie können mit Ihren Flirts und Kontakten eine Menge Spaß haben, ohne dass es dazu unbedingt „funken“ muss. Solange Sie locker bleiben, geben Sie neuen Freundschaften eine Chance. Und wer weiß: Vielleicht entpuppt sich ja der beste Kumpel/die alte Schulfreundin Ihrer Parship-Bekanntschaft später als Liebe Ihres Lebens…

8. Üben Sie sich in Großzügigkeit

Online-Kontakte haben auch ihre Tücken: Bevor man jemanden kennen lernt, urteilt man über ihn oder sie. Sein oder ihr Background ist bekannt, sie haben sich über Fotos ein Bild gemacht. Da passiert es schnell, dass jemand vorab durchs Raster fällt, in den Sie sich im Café vielleicht verliebt hätten. Seine Stimme oder ihr Humor hätten es Ihnen womöglich angetan… Alles Eigenschaften, die im Profil schwer(er) dargestellt werden können. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal kurz davor sind, auf „Verabschieden“ zu klicken. Vielleicht kommen Sie doch zu dem Schluss, dass Sie ruhig etwas großzügiger sein könnten.

9. Geben Sie auch Trödlern eine Chance

Sie versenden eine Anfrage, und kurz darauf ist schon die begeisterte Antwort da? Toll! Aber nicht jeder ist so rasant. Seien Sie nicht geknickt, wenn Antworten länger auf sich warten lassen. Unter Umständen hat der oder die Angesprochene auch gerade eine Motivationskrise. Und anderes im Leben, wie Job oder gute Freunde, ist phasenweise einfach wichtiger. Das sagt noch nichts darüber aus, was aus Ihnen beiden werden kann. Im Gegenteil: Wer Ihnen dann etwas später antwortet, hat definitiv Interesse…

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